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21.Februar 2007

Ferienhaus-Urlaub immer beliebter / Chancen für Regionen in Deutschland

Ferienhaustourismus als regionale Wirtschaftsförderung: VDFA rät zu vermehrter Zusammenarbeit zwischen Handel und Dienstleistern

Ferienhaus-Urlaub ist längst keine Nische mehr, sondern zeigt sich mit rund 25% Marktanteil als zunehmend interessante Größe im Tourismusgeschäft. Besonders für einzelne Regionen in Deutschland bedeutet der Ferienhaus-Tourismus über die Übernachtung hinaus zunehmend eine deutliche Wirtschaftsförderung, darauf weist der Ferienhausverband VDFA hin. Allerdings müssten Handel und Dienstleister vor Ort noch besser zusammenarbeiten, um das Potential besser auszuschöpfen.



Ferienhäuser erkennt man meist nur an einem kleinem Schild im Fenster oder im Garten des Hauses. So unscheinbar wie im wirklichen Leben, so vernachlässigt ist der Bereich Ferienhaus-Urlaub auch im Wirtschaftssektor Tourismus noch. Dabei konnte der Anteil des Ferienhaustourismus von rund 10 Prozent in den 80-er Jahren auf heute 25% gesteigert werden. "Und das mit einem Umsatzvolumen von rund 5 Milliarden Euro" schätzt Helmut Scheel, Präsident des Ferienhausverbands VDFA, der sich unter anderem die Förderung des Ferienhaustourismus zur Aufgabe gemacht hat .

Erweiterung der Zielgruppe

Nicht nur Familien schätzen die Unabhängigkeit von vorgegebenen Hotel-Essenszeiten, auch immer mehr Geschäftsleute nutzen die Flexibilität und die Unabhängigkeit im "eigenen Reich" auf Zeit. Damit habe sich die Zielgruppe dieser Urlaubsform nicht gewandelt, sondern vielmehr erweitert. Denn wie der VDFA in den letzten zehn Jahren feststellen konnte, entscheiden sich auch Paare ohne Kinder gerne für ein derartiges Feriendomizil. Oftmals werde hier weniger auf einen günstigen Preis, sonder besonders auf Qualität und Luxus Wert gelegt.

Wirtschaftsförderung für Regionen/ Angebote und Veranstaltungen gefragt
"Für die Regionen in Deutschland ist der Ferienhaustourismus eine große Chance", betont Scheel. Es bedeute eine Form von regionaler Wirtschaftsförderung, eine Befruchtung von Handel und Dienstleistung. Denn im Gegensatz zu Hotelgästen in großen Komplexen

nutzten Ferienhaus-Urlauber Einkaufsmöglichkeiten vor Ort ebenso wie Gastronomie und andere Freizeitmöglichkeiten der Region. Einige Regionen wie die Lüneburger Heide zum Beispiel, hätten dies bereits erkannt, andere müssten noch an ihrer Attraktivität für Ferienhaus-Urlauber arbeiten. Heute reiche es nicht mehr aus, einfach nur auf gute Wandermöglichkeiten hinzuweisen. "Wer hingegen geführte Wanderungen, Nordic-Walking-Touren, Kinder-Abenteuer-Nachmittage oder ähnliches anbieten kann, hat bessere Chancen, dass Urlauber auch gerne wiederkommen", so die Erfahrung des Verbands. Gerne würden inzwischen auch Veranstaltungspakete, wie organisierte Ausflüge in Freizeitparks, ein gemütliches Abendessen in einem Restaurant vor Ort und ähnliches zusammen mit dem Urlaub an sich gebucht. "Aber hier müssen Ferienhausbesitzer und touristische Anbieter vor Ort wie Restaurants, Schwimmbäder oder beispielsweise Museen noch viel mehr zusammenarbeiten, um ihr Potential auch wirklich zu nutzen", rät Scheel.

Qualität und Sicherheit zunehmend gefragt
Noch immer spiele bei der Wahl des Feriendomizils ein günstiger Preis gerade bei Familien eine bedeutende Rolle, erklärt Scheel. Dennoch seien Qualität des Feriendomizils sowie die Qualität und Sicherheit bei der Vermittlung des Feriendomizils für die Urlauber wichtiger geworden.

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